20 Jahre HELP - FCJG Wien

Am 20. September feierte die Drogenrehabilitationsarbeit von "HELP International - FCJG Wien" mit einem zünftigen Fest und einem Dankgottesdienst ihr 20-jähriges Bestehen. In Wien entstand seinerzeit die erste Zweigarbeit von HELP - FCJG in Lüdenscheid, Deutschland. Seit 20 Jahren sind nun die Mitarbeiter dieses überkonfessionellen Werkesbeschäftigt, im Wiener Dorgenmilieu zu evangelisieren und Menschen, die mit Jesu Hilfe auf den Weg zu einem Ausstieg aus der Sucht gehen wollen, in einer therapeutischen Wohngemeinschaft zu begleiten. Heute ist HELP International in wirklich weltweiter Dienst mit Zweigarbeiten in den Philippinen, der Mongolei, in Thailand, den USA und Sibirien. 

     

"Gemeinsam Verantwortung übernehmen"

Schon seit der Gründung der Arbeit der FCJG Wien bestanden enge Kontakte mit der UzH und vielen weiteren Gruppen und Gemeinden in Wien. Gerd und Beate Wohlfromm (Foto rechts oben), das Leiterehepaar der ersten Stunde der FCJG Wien, waren z.B. im "Kreis zur Einheit" aktiv, und halfen mit, neben ihren eigenen sozialen und evangelistischen Diensten auch einen Grundstein für die Einheitsarbeit in Wien zu legen. Johannes Fichtenbauer hob in seinem Grußwort bei der 20-Jahr-Feier besonders hervor, dass die FCJG von Anfang an nicht nur Einheit suchte, sondern auch den Leib Christi einlud, mit Verantwortung zu übernehnehmen. Heute ist es fast selbstverständlich, dass christliche soziale Dienste auf einer breiten ökumenischen Ebene arbeiten. So wird der vor einem Jahr gegründete missionarische Sozialdienst "Herzwerk" von Personen aus mehr als zehn Gemeinden und Gruppen getragen. Auch das ist eine Frucht der langjährigen Einheitsarbeit, an der auch die FCJG einen wichtigen Anteil hatte.

      

Ein "unbezahlbarer Dienst"

Was ist die Erfahrung von Menschen, die als Gäste bei HELP - FCJG Wien eine Therapie durchlaufen haben? Stefan aus Vorarlberg (im Foto links mit Paul Maurer, dem Leiter dier Wiener Arbeit), kam im Sommer 2007 nach vielen Jahren Drogenerfahrungen und Alkohol in das Reha-Haus von HELP - FCJG. Mehrmals wollte er alles hinschmeißen, nachdem er sich anfangs regelmäßig mit allen Mitarbeitern und Gästen angelegt hatte. Er packte die Koffer, doch jedes Mal blieb er am Ende. Heute, ein Jahr später, sagt er: „Der Dienst, den sie tun, kann man nicht bezahlen.“ Seine Lieblingsbibelstelle im Blick auf sein Leben ist Psalm 40: „Er hat mich aus der Grube gezogen.“

"Was ER euch sagt, das tut!"

Walter Heidenreich, Leiter der internationalen Arbeit von HELP - FCJG, wies in seiner Predigt im überfüllten Versammlungssaal des Wiener Zentrums auf die Bedeutung der Worte von Maria, der Mutter Jesu, hin, die während der Hochzeit zu Kana das entscheidende Wort an die Umstehenden richtete: "Was ER euch sagt, das tut!" Nicht immer scheint es logisch, wozu Gott uns verwenden will und was er zu tun gedenkt. Nicht immer entspricht es den religiösen Vorstellungen und nicht immer können Menschen es nachvollziehen. Walter nannte als Beispiel den großen Widerstand, als er Gottes Ruf spürte eine Arbeit in Amerika zu beginnen. Missionare in die USA senden!?! Einigen der Mitarbeiter wurde prompt die Unterstützung gestrichen. Als vor 5 Jahren ein Dienst unter Drop-outs in der Universitätsstadt in Austin, Texas begann, schien die erste Predigt noch vollkommen wirkungslos. Heute jedoch ist eine Arbeit daraus entstanden, die einen Vorbildcharakter für soziale Dienste in ganz Amerika hat. Beständigkeit im Dienst war der Schlüssel, so Walter Heidenreich. "Sie sind treu und hingegeben, trotz des Adrenalinrauschs vieler Amerikaner: What’s next?"

Die gleiche Beständigkeit - nun schon seit 20 Jahren - kann man auch HELP - FCJG Wien bescheinigen. Als Gemeinschaft "Umkehr zum Herrn" wollen wir daher nicht nur zum Jubiläum gratulieren, sondern auch danken für den großartigen Dienst, der an Bedürfigen in unserer Stadt im Namen Jesu geleistet wird.